Der Dollar ist endlich in eine günstige Phase eingetreten. Noch vor wenigen Wochen schien jede Aufwertung der US-Währung nur ein vorübergehendes Phänomen zu sein und das Schicksal des Dollars im Jahr 2026 schien bereits vorgezeichnet. Ich möchte daran erinnern, dass Ende letzten und Anfang dieses Jahres nahezu alle Analysten und Ökonomen eine neue Abwertung der US-Währung prognostiziert hatten. Doch was wir Ende Februar und Anfang März gesehen haben, beweist einmal mehr, dass man sich am Devisenmarkt niemals sicher sein kann. Donald Trump hielt es für notwendig, den Iran gerade jetzt zu neutralisieren, was zu einem erheblichen globalen Energiemangel führte, und der Devisenmarkt machte eine Kehrtwende um 180 Grad. Derzeit sehe ich keinen Grund für eine erneute Umkehr um dieselben 180 Grad zurück.
Wie ich in meinen jüngsten Analysen erwähnt habe, konnten wir sieben nahezu identische Abwärtswellen beobachten. Zudem könnten es unter dem Einfluss des geopolitischen Hintergrunds sogar noch mehr werden. Daher würde ich mich in naher Zukunft nicht auf die Wellenanalyse verlassen. Für das Instrument EUR/USD sieht sie deutlich angenehmer aus, aber auch dort könnte der Rückgang der Notierungen bereits am Montag mit neuer Kraft einsetzen.
Nächste Woche werden aus den USA nur Sekundärdaten veröffentlicht. S&P Einkaufsmanagerindizes, Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung und der Index des Verbrauchervertrauens. Selbst die Einkaufsmanagerindizes werden wohl kaum große Aufmerksamkeit auf sich ziehen, da die Marktteilnehmer lieber auf die ISM-Indizes warten dürften. Ich erinnere daran, dass der Markt den Dollar nicht verkauft hat, obwohl es schwache Daten vom Arbeitsmarkt, zu Arbeitslosigkeit und zum Wirtschaftswachstum gab. Daher werden die Berichte der kommenden Woche für den Dollar kein großes Problem darstellen. Sollte sich die geopolitische Lage im Nahen Osten nicht von Tag zu Tag verschärfen, könnten Euro und Pfund mit einer stärkeren Erholung rechnen. Doch alles deutet darauf hin, dass sich der Konflikt weiter zuspitzen wird, sodass beide Instrumente ihren Rückgang fortsetzen könnten.

Auf Basis der Analyse von EUR/USD komme ich zu dem Schluss, dass sich das Instrument weiterhin in einem aufwärts gerichteten Trendabschnitt (unteres Bild) befindet, aber begonnen hat, einen kurzfristigen Abwärtsabschnitt auszubilden. Da die fünfwellige Impulsstruktur abgeschlossen ist, können meine Leser in den nächsten ein bis zwei Wochen mit einem Anstieg der Notierungen mit Zielen im Bereich der Marken 1,1568 und 1,1666 rechnen, die 23,6 % bzw. 38,2 % der Fibonacci entsprechen. Die weiteren Bewegungen des Instruments hängen vollständig von den Ereignissen im Nahen Osten ab.

Das Wellenbild für das Instrument GBP/USD ist sehr komplex und schwer lesbar geworden. Jetzt sehen wir in den Charts eine siebenwellige Abwärtsstruktur, die zweifellos nicht das ist, was sie zu sein scheint. Höchstwahrscheinlich gibt es innerhalb einer der Wellen eine Streckung oder eine kompliziertere Ausformung. Dadurch wird die Wellenstruktur jedoch nicht klarer. Wenn das Wellenbild einmal bis zur Unlesbarkeit verkompliziert wurde, kann es noch mehrere Male weiter verkompliziert werden. Deshalb halte ich es für am besten, sich auf das Wellenbild des Instruments EUR/USD zu stützen, das wesentlich klarer aussieht. Außerdem sollte man den geopolitischen Faktor nicht vergessen, der beide Instrumente jederzeit in einen neuen Rückgang schicken kann. Sollte das nicht eintreten, können Euro und Pfund im Rahmen einer Korrektur mit einem Anstieg rechnen.
QUICK LINKS