Analytical Reviews

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GBP/USD: Smart Money Analyse – Das Britische Pfund könnte weiter steigen
14:09 2026-05-06 UTC--4

Das Währungspaar GBP/USD hat eine weitere Umkehr zugunsten des Pfunds vollzogen und bereitet sich darauf vor, seine Aufwärtsbewegung wieder aufzunehmen. Zur Erinnerung: In der vergangenen Woche reagierte der Kurs auf ein weiteres bullisches Ungleichgewicht (19), woraufhin ein neues bullisches Ungleichgewicht (20) entstand, und auch heute hat das Paar auf dieses Muster reagiert. Ohne positive geopolitische Entwicklungen – die die Attraktivität des US-Dollars zusätzlich geschwächt haben – hätten wir eine derart starke Aufwärtsbewegung nicht gesehen. Dennoch hatten die Trader eine eindeutige und klar erkennbare Interessenzone sowie ein klares Muster, innerhalb dessen ein neues Kaufsignal erwartet wurde. Wie wir sehen, hat sich dieses Signal nun ausgebildet. Bis zum Ende der Woche könnten nur die Geopolitik oder unerwartet starke Daten zum US-Arbeitsmarkt und zur Arbeitslosigkeit den Vormarsch der Bullen bremsen. Meiner Ansicht nach kann sich die geopolitische Lage jederzeit gegen die Bullen wenden, weshalb es wichtig ist, alle Nachrichten im Zusammenhang mit den Verhandlungen zwischen Iran und den United States genau zu verfolgen. Offizielle Informationen sind nach wie vor äußerst spärlich, dennoch wirken einige Berichte überzeugend genug, um vom Markt aufgegriffen zu werden. Es ist durchaus möglich, dass das Rahmenabkommen, das Berichten zufolge „in den kommenden Tagen unterzeichnet werden soll“, letztlich doch nicht zustande kommt. Donald Trump hat in der Vergangenheit bereits Erklärungen abgegeben, die später wieder dementiert wurden.

Zum aktuellen Zeitpunkt gibt es zum Nachrichtenhintergrund nur wenig hinzuzufügen. Die Lage rund um eine mögliche Lösung des Konflikts im Nahen Osten versucht sich allmählich zu verbessern, doch Händler bleiben hinsichtlich der weiteren Entwicklung unentschlossen. Heute schlug die Stimmung zugunsten der Bullen um; morgen könnte sie wieder auf die Seite der Bären wechseln. Derzeit behalten die Bullen zwar die Oberhand, doch eine erneute Eskalation könnte den Bären rasch die Möglichkeit geben, zu einem umfassenden Angriff überzugehen.

Die Aufwärtsbewegung des Pfunds begann mit dem „Three Drives Pattern“. Damit erhielten die Trader bereits zu Beginn der Bewegung ein bullisches Signal, und der übergeordnete Trend bleibt aufwärtsgerichtet. Der Waffenstillstand im Nahen Osten ist derzeit zwar äußerst fragil, doch nach Medienberichten scheinen die beteiligten Parteien um eine Einigung bemüht zu sein. Offizielle Verhandlungen könnten wieder aufgenommen werden – aber ebenso könnte der Konflikt erneut aufflammen. Die Straße von Hormus befindet sich weiterhin in einer doppelten Blockade, zugleich scheinen Teheran und Washington auf eine Aufhebung dieser Blockade hinzuarbeiten. Die Lage verbessert sich schrittweise, basiert jedoch in weiten Teilen auf nicht verifizierten Informationen. Die Märkte sind gegenwärtig von Optimismus geprägt, doch die Stimmung könnte sich rasch umkehren, falls sich negative Entwicklungen abzeichnen.

Das „Three Drives Pattern“, im Chart mit einem Dreieck markiert, ermöglichte es den Bullen, die Initiative zu ergreifen. Imbalance 18 eröffnete den Tradern die Möglichkeit, Long-Positionen einzugehen, und Imbalance 19 bot eine weitere Einstiegschance. Somit haben sich innerhalb der aktuellen Aufwärtsbewegung bereits drei bullische Signale gebildet, und heute ist mit Imbalance 20 ein neues bullisches Signal hinzugekommen. Allerdings hat die Geopolitik den Vormarsch der Bullen nicht nur begünstigt, sie kann sich ebenso schnell wieder zugunsten der Bären drehen.

Der konjunkturelle Nachrichtenfluss am Mittwoch war vergleichsweise schwach. Gestern wurden in den USA die ISM- und JOLTS-Daten veröffentlicht, heute folgte der ADP-Bericht. Die Ergebnisse fielen gemischt aus, und selbst wenn der Markt reagierte, dann nur kurzzeitig. Gestern warteten die Marktteilnehmer auf geopolitische Nachrichten, erhielten jedoch keine, was sich in geringer Aktivität widerspiegelte. Heute kam es zu entsprechenden Meldungen – und das Pfund legte deutlich zu.

In den Vereinigten Staaten deutet der Gesamtbild der Informationslage darauf hin, dass es langfristig nur wenige Argumente für einen anhaltenden Anstieg des US-Dollars gibt. Der Konflikt zwischen Iran und den USA ändert daran wenig. Die Geopolitik hat die Rolle des Dollars als „sicherer Hafen“ nur vorübergehend wiederbelebt, doch der übergeordnete Ausblick bleibt schwierig. Der US-Arbeitsmarkt schwächt sich weiter ab, die Wirtschaft bewegt sich in Richtung Rezession, und im Gegensatz zur EZB und der Bank of England wird von der Federal Reserve im Jahr 2026 keine Straffung der Geldpolitik erwartet. Hinzu kommen mehrere groß angelegte Proteste gegen Donald Trump im ganzen Land; außerdem könnte ein möglicher Rückzug von Jerome Powell den Dollar zusätzlich schwächen, falls das FOMC unter Kevin Warsh einen deutlich „dovisheren“ Kurs einschlägt. Aus wirtschaftlicher Sicht gibt es nur wenige Gründe, dauerhaft von einem starken Dollar auszugehen.

Wirtschaftskalender für die USA und das Vereinigte Königreich:

  • USA – Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe (12:30 UTC)

Am 7. Mai enthält der Wirtschaftskalender einen nennenswerten Termin. Insgesamt dürfte der Einfluss der Konjunkturdaten auf die Marktstimmung am Donnerstag jedoch begrenzt bleiben. Die Märkte richten ihre Aufmerksamkeit weiterhin primär auf die geopolitische Entwicklung.

Prognose und Handelsempfehlungen zu GBP/USD:

Der langfristige Ausblick für das Pfund bleibt bullisch. Das „Three Drives Pattern“ markierte den Beginn der Aufwärtsbewegung, und seither haben sich drei bullische Formationen und Signale herausgebildet. Unter den aktuellen Bedingungen sind – trotz geopolitischer Risiken – weitere Kursgewinne des Pfunds zu erwarten. Die Geopolitik stellt allerdings nach wie vor ein erhebliches Risiko für dieses Szenario dar. Das Kursziel für GBP/USD ist das Hoch aus dem Jahr 2026 bei 1,3867. Die Reaktion auf Imbalance 20 hat den Tradern bereits eine weitere Gelegenheit geboten, Long-Positionen zu eröffnen.

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